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Wetter && Zeit
Tag

Irgendwann zwischen 500 und 27 vor Christus.

Tageszeit

Kein Plan, gab es damals schon Uhren?

Jahreszeit

Frühling oder sowas..

Wetter

KEIN PLAN UND WEN JUCKTS.
MITTELMEERWETTER HALT.
MAN.


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 der See

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BeitragThema: der See   Fr 26 Sep 2014 - 21:54

Der See im Silberwald ist fast in der Mitte des Waldes, doch näher an Lawas. Leute, die im Wald spazieren gehen, bleiben meistens auf der Seite des Sees, die näher an der Stadt ist. Auf der anderen Seite sind auch keine Wege und niemand läuft dort.
Der See ist relativ groß, aber nicht so groß, dass man von einer Seite nicht auf die andere sehen kann. Doch groß genug, dass er im Sommer als Badesee und im Winter manchmal als Schlittschuhbahn benutzt wird.
An der Stadt-Seite des Sees führt ein Weg am Ufer entlang, an dem mehrere Holzbänke in größeren Abständen aufgestellt sind. Am Abend kann es hier sehr romantisch sein.

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BeitragThema: Re: der See   Fr 17 Okt 2014 - 20:09

Jake Banyu

Seine Augen glitten über den See, der im Morgenlicht zu glitzern schien und Ruhe erfasste ihn, wie immer, wenn er an diesem Ort war. Es war, als besäße dieser See eine Magie, die man nur spürte, wenn man allein war und sich leise verhielt.
Es hatte ihn Überwindung gekostet, an einem Samstag so früh aufzustehen, doch er hatte sich vorgenommen, heute hierher zu gehen und etwas Ruhe zu finden und nachzudenken. Das würde ihm sicherlich mal wieder gut tun nach dieser stressigen Woche.
Warum es so stressig gewesen war? Er hatte diese Woche viel gearbeitet, außerdem wenig Schlaf gefunden. Einen bestimmten Grund hatte die Schlaflosigkeit nicht, wahrscheinlich war das wieder einfach nur so eine dumme Phase. Würde schon wieder vergehen.
Er entdeckte die Bank, beachtete sie dann jedoch nicht weiter, da er sich nicht auf diese setzen wollte, sondern volle Natur spüren wollte. Und das wäre auf der Bank eben nicht der Fall.
Einen Moment lang überlegte er, ob er auf die andere Seite des Sees gehen sollte, doch kein Weg führte dorthin und es wirkte auch nicht so, als ob andere Menschen dorthin gehen würde. Sicherlich waren dort Tiere und Pflanzen, die man in Ruhe lassen sollte.
Also blieb er, wo er war, die Hände in die Hosentaschen gesteckt und den Blick auf den See gerichtet. Tari schlief bestimmt noch, jedenfalls hoffte er das. Die Vorstellung, wie sie sich etwas zu Frühstück machte und sich dabei mit dem Messer schnitt, erschien in seinem Kopf und er schüttelte diesen kurz, um diesen Gedanken wieder hinaus zu verbannen.
Er hätte etwas für sie vorbereiten sollen, den Tisch bereits decken sollen und das Essen schneiden sollen.
Aber dazu war es zu spät und obwohl es ihn dazu drängte, nach Haus zu gehen und nach Tari zu gehen, blieb er hier. Es war gerade so schön hier... und sicherlich würde seine Schwester einmal ohne ihn überleben.
Alleinsein war nichts selbstverständliches in Lawas und gerade deshalb liebte er diesen Ort, wenn er ihn auch viel zu selten aufsuchte. Aber vielleicht bestand diese Liebe ja gerade deshalb: Es war etwas besonderes, hier zu sein.

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BeitragThema: Re: der See   Fr 17 Okt 2014 - 20:45

Tara

cf: Baumhaus

Mit leisen Schritten kam ich am See an und setzte mich ans Ufer. Dabei war ich fast am Einschlafen.. alle paar Minuten fielen mit die Augen zu, mein Kopf fiel nach vorne und ich schreckte wieder auf. Es war mir eigentlich egal, dass gerade mein Hintern vom taunassen Gras feucht wurde, das konnte ja trocknen. Eigentlich mochte ich ja das Gras. Es sah immer so frisch aus.. und mit Tau war es gleich noch schöner. Eines der wenigen Dinge, die ich noch schön fand in meiner kleinen Welt.
Ich seufzte und schüttelte den Kopf. Schluss mit dem ganzen schmalzigen Zeugs.. ich war ja hier nicht in einer Seifenoper. Auch wenn ich mich manchmal so fühlte.. was wahrscheinlich genauso dämlich war wie die Seifenopern selbst. Ich fasste mir mit meiner Hand an den Kopf. Wieso dachte ich denn jetzt bitte über Seifenopern nach? Ich hatte ja nicht mal einen Fernseher. Ich hatte seit Jahren keinen mehr gesehen. Also wieso darüber nachdenken? Weil ich es vermisste? Sehr witzig. Das Fernsehen war definitiv das letzte, was ich vermisste. Ich hatte es sowieso nie besonders gemocht.
Eigentlich vermisste ich gar nichts in meinem Leben. Vielleicht meinen Vater. Meinen Bruder. Doch sie waren tot und da war nichts mehr zu machen, sie waren einfach nicht mehr da, würden nie wieder zurückkommen. Sie waren weg. Und ich war schon seit Jahren darüber hinweg gekommen.
Eigentlich.
Wieder musste ich seufzen und da ich so in Gedanken versunken war, bemerkte ich die weit entfernte Gestalt am anderen Ufer nicht.

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BeitragThema: Re: der See   Fr 17 Okt 2014 - 21:49

Jake

Sollte er wirklich nicht lieber zurück gehen? Weiß der Geier was seine Schwester trieb... Sie schläft!
Wahrscheinlich stimmte das sogar, dennoch würde er sich wohler fühlen, wenn das Gewissheit wäre. Doch dieser Ort war gerade so schön mit diesem Glitzern auf der Wasseroberfläche, dem Gras, das von Tau überzogen war und diese Ruhe, Stille, das Alleinsein...
Moment.
Er war nicht allein.
Er starrte gerade aus zum gegenüberliegenden Ufer, direkt auf eine Gestalt, die dort saß. Saß sie wirklich? Oder bildete er sich diese Gestalt womöglich nur ein? Er war sich nicht sicher, denn um das zu sein, dazu war der See zu groß und das Ufer somit zu weit weg.
Unter normalen Umständen hätte ihn diese Sache nicht weiter interessiert, er wäre vielleicht noch ein wenig hier geblieben und dann nach Hause zurück gekehrt, um nach seiner Schwester zu sehen.
Doch das hier war keine normale Situation, das wusste er. Was er nicht wusste, war der Grund dafür. Diesen würde er aber herausfinden, das schwor er sich. Und dazu sollte er nachsehen, ob er sich diese Gestalt da drüben nur einbildete oder ob sie wirklich existierte.
Mit den Augen suchte er nach einem Weg, der dahin führte, doch er fand nichts. Wie war diese Person dann dorthin gekommen? Jeder, der von Lawas hierher kam, ging den Weg, den auch er gegangen war, und da kam man eben hier an. Wie war diese Gestalt da drüben gelandet?
Na gut, vielleicht war das ja nicht so schwer wie er nun dachte. Nur, weil es keinen Weg dorthin gab, hieß das ja nicht, dass der Boden dorthin so sehr überwuchert war, dass er unpassierbar war.
Also beschloss er, es zu versuchen.
Er entschied sich für die kürzere Seite, die zum gegenüberliegenden Ufer führte und ging den Seerand entlang, um nicht aus den Augen zu verlieren, wo er sich gerade befand. Hin und wieder musste er Halt machen und einen kleinen Umweg nehmen, aber im Großen und Ganzen war die Strecke begehbar, was ihn verwunderte. Er hatte immer gedacht, da hierher niemand kam, wäre der Weg auch nicht leicht abzugehen.
Aber nicht, dass er darüber nun traurig wäre. Nein, er kam der Gestalt immer näher und nun stellte er fest, dass es tatsächlich eine Person war. Und als er noch näher kam, registrierte er, dass es ein Mädchen war.
Schließlich trennten nur noch etwa fünfzig Meter die beiden und Jake blieb stehen, um das Mädchen erst einmal zu betrachten. Er hatte sie definitiv noch nie gesehen.
Lockige, rot-braune Haare, das war das erste, was ihm auffiel. Dann der zierliche Körperbau und die hellere Haut.
Die Haare schienen nicht sonderlich gepflegt zu sein, was eher ungewöhnlich für jemand in ihrem Alter war, denn so weit er wusste, legten junge Frauen viel Wert auf ihr Aussehen. Was ja nicht verwunderlich war.
Aber sie schien das nicht zu tun. Oder irrte er sich gerade einfach nur? Langsam trat er näher, leise, aber er schlich nicht. Er wollte sie ja nicht erschrecken, sondern... ja, was? Was wollte er von ihr? Er kannte sie nicht und jemand, der hierher ging, wollte bestimmt seine Ruhe haben. So wie auch er sie hatte haben wollen, als er am anderen Ufer des Sees gestanden war.
Deshalb blieb er wieder stehen und betrachtete sie einfach nur.

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BeitragThema: Re: der See   Fr 17 Okt 2014 - 22:14

Tara

Irgendwie war das ein wirklich langweiliger Morgen. Nichts zu tun, niemand war hier, vor dem ich mich verstecken musste und auch die Tiere schienen sich nicht daran zu stören, dass ihre tägliche Jägerin hier saß und am Einpennen war. Aber das war ich wirklich.. Ich gähnte herzhaft und streckte mich nochmal, um nicht einzuschlafen.
Dabei betrachtete ich den See. Folgte den kleinen Wellen, die sich über die Wasseroberfläche bis hin zur anderen Seeseite kräuselten. Als ich mit meinen Augen dort angekommen war, blieb mein Blick an etwas hängen.
Nein. Kein Etwas.
Ein Jemand!
Da war jemand! Und irgendwie kümmerte es mich nicht. Ich sollte hier weg.. er sollte mich nicht sehen.. ich gähnte nur und rührte mich nicht vom Fleck. Konnte mir doch egal sein, dass der da stand und den See anstarrte. Oder wo auch immer er hinsah. Ich konnte es von dieser Entfernung jedenfalls nicht erkennen..
Doch dann stand die Gestalt auf, ging am Seeufer entlang. Bewegte sich zu mir. Hatte er mich gesehen? Muss er ja. Ich hatte ihn ja auch erkennen können. Vielleicht fragte er sich ja, was zum Teufel ich hier zu suchen hatte. Na, ganz ehrlich, das selbe könnte ich ihn ja eigentlich auch fragen..
Und er kam immer näher. Verschwand hin und wieder im Dickicht des Waldes, weil das Ufer zu verwachsen war. Und ich wusste auch wieso, verdammt nochmal! Das Ufer war so, damit keiner auf diese Seite kam! Diese Seite gehörte den Tieren. Und mir. Und beide von uns sollte man lieber in Ruhe lassen.. Ich schüttelte den Kopf und gähnte, blieb aber trotzdem sitzen. Wollte wissen, was die Gestalt vorhatte. Ich konnte ja immer noch auf einen Baum klettern, oder.. gar nichts tun. Ich war zu müde.. dieser dämliche Vogel hatte mich definitiv zu früh geweckt. Blödes Vieh.
Bevor ich mich versah, kam der Junge - ich sah ihn jetzt besser; aber er war definitiv älter als "Junge", bestimmt schon 20 - wieder aus dem Unterholz und blieb stehen. Er schien mich zu beobachten; doch ich war auch nicht besser: Ich musterte ihn von Kopf bis Fuß, machte mir in Gedanken Notizen. Ich hatte seit bestimmt 2 Jahren (wahrscheinlich war es nur halb so viel aber es fühlte sich so an) keinen wirklichen Menschen von solch einer Nähe gesehen. Er stand nicht weiter als 50 Meter weg.
Und ich saß immer noch da.
Auch egal.. jetzt war ich erstmal damit beschäftigt, den Jungen unter die Lupe zu nehmen. Er hatte kurze dunkelbraune Haare, die ein wenig gelockt waren. Und sonst.. sonst nichts. Ich war nicht besonders dafür bekannt, andere Menschen besonders zu beobachten. Aber ich tat es trotzdem. Wie ein Reh den Jäger ansieht, bevor es getötet wird.
Jäger. Nicht gut. Erinnerungen flammten in mir auf und ich biss mir auf die Lippe. Jetzt nicht weinen Tara.. ganz ruhig.. Ich atmete einmal tief ein und aus, und es war weg. Ich unterdrückte es mit aller Kraft. Auch wenn man für kurze Zeit den Schmerz in meinen grünen Augen gesehen hatte. Was er von der Entfernung hoffentlich nicht erkennen konnte..
Ich konnte seine Augenfarbe ja nicht mal erkennen. Doch trotzdem hatte ich meinen Blick an seine Augen geheftet und bewegte meinen Muskel. Ich blinzelte nicht mal. Und mein Blick.. wirkte fast tot. Ich fühlte ja nichts. Und das war gut so..

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BeitragThema: Re: der See   Sa 18 Okt 2014 - 14:26

Jake

Er erwiderte den Blick der jungen Frau vor sich, sagte aber, wie auch sie, nichts. Vorerst jedenfalls. Sie wirkte anders als alle anderen Menschen, die er kannte. Als ob sie nicht zu den Menschen hier gehören würde. Eher so... anders. Ungewöhnlich.
Ihm fiel kein besseres Wort ein, das sie hätte beschreiben können, aber selbst "anders" und "ungewöhnlich" trafen es einfach nicht.
Und so betrachtete er sie weiterhin, auch wenn ihm das seltsam vorkam. Wie würde das bitte auf Außenstehende wirken? Zwei Menschen, die sich ohne Worte wie Blöde anstarrten.
Subjektiv gesehen starrten sie sich aber nicht wie Blöde ohne Grund an, sondern er konnte seinen Blick einfach nicht von ihr abwenden.
Seine Augen wanderten über die ausgeleierte Hose, das T-Shirt, ihr Gesicht und dann die Haare, die zu einem Zopf gebunden waren, der jedoch nicht verbergen konnte, dass die Haare recht ungeordnet aussahen. Nicht hässlich ungeordnet, eher... mystisch ungeordnet.
Aber langsam kam er sich doch ein wenig komisch vor, sie anzusehen und nichts zu sagen. Sie kannten sich ja nicht einmal. Er sollte sie wenigstens begrüßen, oder?
Solle er also Hallo sagen? Bei jedem anderen hätte er es gesagt... bei ihr hielt ihn etwas davon ab. Was das war, wusste er nicht, Tatsache war nur, dass es bei ihr eben nicht passen würde.
Den Schmerz, der für einen Moment in ihren Augen aufflammte, sah er nicht, dazu war er zu weit weg. Was sich jetzt allerdings änderte, da er wieder ein paar Schritte nach vorne machte, bis er nur noch etwa zehn bis fünf Meter weit weg von ihr war.
Seine Schuhe waren mittlerweile nass geworden vom Tau, der noch am Gras und im Wald allgemein war und ohne dass er darüber nachdenken würde, sagte er:
"Stört es dich nicht, dass du nass wirst?"
Na gut. Hallo wäre doch besser gewesen. Oder auch nicht.
Immerhin hatte er etwas gesagt und somit die Stille zwischen ihnen gebrochen - Stille, wenn man das ganze Gezwitscher der Vögel und das Rauschen des Wassers nicht mitzählte, aber das war ja jetzt nicht relevant.
Wer war sie? Woher kam sie und warum war sie hier? Am liebsten hätte er sie das gefragt, doch wer weiß, vielleicht hätte er sie mit diesen Fragen verscheucht? Sie wirkte nicht wie jemand, der besonders auf das Soziale aus war. Und sie kannte ihn ja nicht einmal.
Aber wenn sie ein wenig miteinander sprachen über Belanglosigkeiten, vielleicht fand er es dann auch so heraus.

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BeitragThema: Re: der See   Sa 18 Okt 2014 - 15:24

Tara

Wirklich unangenehm, wie der Junge Mann mich da so musterte. Es war komisch, keiner hatte mich je so angesehen, als wäre ich eine neue Spezies. Aber gut. Ich konnte es ihm nicht verübeln; man sah ja nicht alle Tage ein Mädchen auf der Seeseite sitzen, die nie von Menschen betreten wurde. Und außerdem fragte er sich bestimmt, wie ich hier hergekommen war. Eigentlich wollte ich aufstehen und einfach verschwinden von hier, weg von diesem Blick. Doch dann bestünde immer noch die Gefahr, dass er mir folgte, und es war das letzte dass ich wollte, dass mich jemand hier fand und wieder in die Stadt brachte. Und meine Hütte sollte auch geheim bleiben..
Irgendwie war diese Stille jedoch genauso unangenehm wie sein Blick. Am liebsten würde ich einfach aufstehen.. doch ich blieb sitzen und grub nur meine Fingernägel in die Erde. Sie war kalt und feucht. Genauso wie mein Hintern. Aber das war mir nun egal. Der Tag schien sowieso warm zu werden, also würde das kein Problem sein. Es würde entweder schnell trocknen, oder mich abkühlen wenn es zu warm wurde.
Weil ich diesen musternden Blick einfach nicht mehr ertragen konnte, wandte ich den Blick von dem Jungen ab und sah wieder auf den See hinaus. Versuchte meine Gedanken zu ordnen, doch irgendwie gab es da nichts, was geordnet werden könnte. Ich fühlte mich leer, und genauso war auch mein Blick und meine ganze Mimik. Leer. Tot. So wie immer.
Was meine Aufmerksamkeit wieder auf den Jungen lenkte, war, dass er näher herantrat, bis wir nur noch 5 Meter von einander entfernt waren. Ich hob eine Augenbraue, aber sonst zeigte sich nichts in meinem Blick, der nun wieder auf ihn gerichtet war. Ich musterte ihn nicht, baute keine Bindung zu ihm auf, auch wenn ich ihm in die Augen sah. Was ich eigentlich nicht tat. Ich sah daran vorbei, und das absichtlich. Ich hatte kein Interesse daran, dass er sich noch irgendwelche Gedanken machte.
Doch dann sagte er etwas, was die Stille zersplittern ließ wie eine Glasscheibe, wenn man sie fallen ließ. Oder wie die Oberfläche des Sees, wenn man einen Stein hineinwarf. Jedenfalls fragte er, ob es mich nicht störe, dass ich nass wurde. Ernsthaft? Das war wirklich das beste, was ihm einfiel? Ein einfaches 'Hallo' hätte es auch getan. Aber so waren nunmal Jungs.. immer komplizierter machen, als es eigentlich war. Wobei, nein, eigentlich nicht. Besser gesagt; ich hatte absolut keine Ahnung von Jungs. Was man nicht kennt, vermisst man nicht.
"Nein", sagte ich einfach nur, und meine Stimme was genauso ausdruckslos wie mein Blick, sie ähnelte fast einem Roboter, dem die Energie ausging. Dabei fragte ich mich, wieso ich jetzt geantwortet hatte. Ich hätte auch einfach aufstehen können, und einfach gehen können. Aber nein, stattdessen antwortete ich.. Irgendetwas sagte mir, dass das hier ein langer Tag werden würde..

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BeitragThema: Re: der See   So 19 Okt 2014 - 13:51

Jake

Sie schien sich nicht wohl unter seinem Blick zu fühlen, da sie ihre Augen von ihm abwandte und zum See hinaussah. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, sie weiterhin anzusehen, im Gegenteil, jetzt, da sie es nicht mehr sah, musterte er sie noch genauer.
Sie sah eigentlich nicht schlecht aus, nur die Haare, denen offenbar nicht viel Pflege zuteil wurde, minderten die natürliche Schönheit. Sahen sie jemals einen Kamm? Er wagte dies zu bezweifeln.
Woher kam sie? Immer wieder fragte er sich das und noch immer hatte er keine Antwort darauf. Sicher war nur, dass er sie noch nie gesehen hatte, wodurch er sich ziemlich sicher sein konnte, dass sie nicht in Lawas lebte. Zum einen, weil Lawas nicht sonderlich groß war und sie ihm sicherlich schon einmal aufgefallen wäre, zum anderen aber auch, weil sie nicht so aussah, als käme sie aus einer zivilisierten Gegend.
Nicht, dass sie jetzt wie ein Steinzeitmensch aussehen würde oder total wie vom anderen Planeten, das wäre schamlos übertrieben.
Aber vielleicht irrte er sich ja auch einfach? Vielleicht war sie heute eben nur früh aufgestanden und hatte sich nicht so zurecht gemacht wie sonst immer, weil sie damit gerechnet hatte, dass niemand so früh hierher kommen würde?
Als er näher getreten war, hatte sie sich wieder ihm zugewandt, doch noch immer sah sie ihn nicht direkt an, was ihn irgendwie störte. Er könnte selbst nicht sagen, wieso er wollte, dass sie ihn direkt ansah, es war eben so.
Ihre einzige Reaktion, die sie zeigte, war eine gehobene Augenbraue, was er nicht zu deuten wusste. Seltsam, diese ganze Situation. Aber auch interessant.
Wenigstens antwortete sie auf seine Frage, obwohl sie ziemlich dämlich war, und wenn es nur ein kurzes 'Nein' war. Ihre Stimme war ausdruckslos, trotzdem klang sie sehr schön, wie er fand.
Theoretisch hätte er jetzt nicken können und sich dann verabschieden können - mit oder ohne Worte, das war jetzt nicht wichtig - aber er tat es nicht. Stattdessen sah er sie wieder kurz an und fragte dann: "Wie heißt du?"
Er konnte jetzt nur hoffen, dass ihr das nicht zu persönlich war. Nun, eigentlich war das eine normale Frage, doch bei ihr war er sich nicht sicher, ob sie das genauso auffassen würde. Sie schien nicht wie jemand, der viel redete, schon gar nicht mit anderen Menschen.

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BeitragThema: Re: der See   So 19 Okt 2014 - 21:22

Tara

Diese Situation war wirklich.. komisch. Verdammt komisch! Irgendwie so, als hätte der Junge gewusst, dass ich hier herkommen würde. Als wüsste der Junge, wer ich war.. Mein Blick verfinsterte sich und ich grub meine Finger tiefer in die Erde. Meine Nägel waren sowieso schon dreckig und aufgerissen, da machte das eine Mal mehr hier auch nichts aus. Was, wenn er ein Jäger war? Was dann? Ich biss mir auf die Lippe. Ruhig bleiben, Tara.. unterdrücke es. Er darf es nicht sehen., knurrte ich mir zu und nahm einen tiefen Atemzug. Wenn er ein Jäger war.. dann war ich tot. Und wenn nicht, war er sicherlich verwirrt. Nicht dass mich so etwas kümmern würde. Aber ich ermahnte mich trotzdem, erstmal zu warten..
Ich spürte seinen Blick von der Seite, wie er sich auf meinen Körper brannte, während ich gründlich gemustert wurde. Ein Schlucken konnte ich nur mit Mühe unterdrücken. Nicht zeigen, dass ich Angst hatte.. wenn er das sah, war ich tot, bevor ich auch nur aufstehen konnte. Jäger waren gefährlich.
Dann kamen seine Worte. Er wollte wissen, wie ich hieß.. vielleicht war er nicht sicher, dass ich diejenige war, nach der er suchte. Und doch konnte ich mich irren.. und wenn nicht? Wenn er wirklich ein Jäger war? Ich hatte nicht vor, zu sterben. Im Gegenteil; ich wollte mich an dem Jäger rächen der meinen zweiten Vater umgebracht hatte und an dem, der mich fast umgebracht hatte. Damals war ich noch ein Kind gewesen. Leute, die auf kleine Kinder schossen, gehörten ins Irrenhaus und nicht in den Wald mit einem Gewehr der Hand, verdammt nochmal!
Ich hatte nicht vor ihm zu antworten. Für mich war nun klar, was er vorhatte. Und ich war vorbereitet.. In weniger als einer Sekunde war ich herumgewirbelt und stand nun vor dem vermeintlichen Jäger. Mit einer schnellen und geübten Bewegung war meine Hand an seiner Kehle und mit der anderen hielt ich ihn an der Schulter fest. Ich war kleiner als er, ja, aber dafür war ich stark und gestählt nach den Jahren im Wald.
"Elender Jäger!", knurrte ich durch zusammengebissene Zähne.

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BeitragThema: Re: der See   So 19 Okt 2014 - 21:45

Jake

Er bemerkte, dass sie ihre Finger in die Erde grub und fragte sich, weshalb sie das tat. War sie nervös? Wollte sie vielleicht allein sein? Dann sollte er wohl gehen. Was er aber nicht tat, da er ja noch immer auf eine Antwort von ihr wartete.
Aber... irrte er sich oder hatte das einen ganz anderen Grund? Sie wirkte weder nervös noch genervt von seiner Anwesenheit. Eher... wütend? Ängstlich? Oder bildete er sich das wirklich nur ein? Er kannte sie ja nicht, woher sollte er also ihre Geste oder Mimik deuten können?
Zu gerne würde er wissen, was wirklich in ihr vorging, doch er fragte nicht, denn das wäre selbst für ihn zu persönlich. Und das wäre einfach nur eine unpassende Frage.
Zudem sie ihm ja nicht einmal verraten hatte, wie sie hieß. Schwieg sie bewusst? Sicherlich. Vielleicht überlegte sie ja, ob er vertrauenswürdig genug war um den Namen zu erfahren. Nun, er hatte zwar nicht gewusst, dass er wie jemand aussah, der jeden killte, der bei drei nicht auf dem Baum war, aber gut, wenn sie das so sah, dann war es so.
Womit er aber definitiv nicht gerechnet hätte, war, dass sie nun aufstand und schneller, als er Hallo hätte sagen können, stand sie vor ihm, ihre eine Hand an seiner Kehle, die zweite hielt ihn an der Schulter fest.
Verblüfft starrte er sie an, tat im ersten Moment nichts anderes als das. Ließ es sogar zu, dass sie versuchte, ihm die Luft abzuschneiden.
"Elender Jäger!"
Wie bitte? Sie hielt ihn doch nicht ernsthaft für einen Jäger? Aber... sollte das bedeuten, sie war eine Gestaltwandlerin? Woher sonst sollte sie von den Jägern wissen!
Verdammt! Er merkte, wie die Luft, die in seine Lungen gelangte, knapper wurde und ohne groß nachzudenken, schnellte seine Hand zu der ihren, die an seiner Kehle lag, und versuchte, sie wegzudrücken. Allerdings hatte er nicht mit der Kraft gerechnet, die sie besaß, weswegen es ihm erst nicht gelang.
Seine Augen funkelten nun, die Sympathie für sie war fürs Erste wie weggeblasen. Er hatte ja nicht vorgehabt, sie zu schlagen, aber nun tat er es trotzdem: Er holte aus und schlug sein Knie mit aller Kraft, die er in dieser Position aufwenden konnte in ihren Bauch.
"Ich bin kein Jäger, verdammt!"
Hoffentlich reichte das aus, dass sie ihn endlich losließ und er sich aus der Griffzone von ihr bewegen konnte.

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BeitragThema: Re: der See   So 19 Okt 2014 - 21:56

Tara

War es wirklich ein Jäger? Ich merkte, wie er versuchte, meine Hand von seiner Kehle zu schieben, es ihm jedoch nicht gelang. Mir kamen Zweifel, doch ich schob sie beiseite. Wieso wäre er sonst zu mir gekommen? Warum hätte er sonst nach meinem Namen gefragt und mich so komisch gemustert?! Weil er nach mir suchte. Ich hatte geahnt, dass sie mich irgendwann finden würden, doch so schnell hatte ich sie hier nicht erwartet. Gut, schnell war jetzt nicht wirklich passend, aber trotzdem hatte ich gedacht, dass sie meinten, sie hätten mich getötet. Doch dem war nicht so. Diese verdammten Jäger waren schlauer als ich und das gefiel mir ganz und gar nicht.
Gut nur, dass man meine Narbe und das dazugehörige Tattoo nicht sah. Mein T-Shirt verdeckte es momentan, doch es konnte jeden Moment verrutschen und die Narbe würde zum Vorschein kommen. Dann wüsste er, dass ich es war. Und ich hatte mich auch damit ziemlich dumm verraten, indem ich das Wort Jäger verwendet hatte.
Ein nicht besonders sanfter Tritt in den Magen riss mich aus meinen Gedanken und ich ließ den Jäger – er war doch einer.. oder? - los, während ich einige Schritte zurücktaumelte. Mein Blick flammte auf vor lauter Hass und ich biss die Zähne zusammen, während ich mir den Bauch hielt. Idiot! Ich hätte es mir aber denken können, dass es nicht besonders schlau gewesen war, ihm an die Gurgel zu gehen. Ich hätte lieber wegrennen sollen.. aber nun hatte ich den Salat. Mein Bauch hörte langsam auf zu schmerzen, doch das dumpfe Pochen blieb. Und was natürlich noch besser war: weil ich gebückt stand, sah man mein Tattoo und mit etwas Mühe die Narbe. Schnell stellte ich mich aufrecht hin.
Gerade wollte ich wieder auf ihn losgehen, ohne jedoch die Hand von meinem Bauch zu nehmen, da sagte er etwas, was mich aufhorchen ließ. Mein Blick wurde wieder eiskalt und die Flammen erloschen. Er sollte nicht sehen, dass ich ihm absolut nicht glaubte. Er sollte beweisen, dass er kein Jäger war! Ich biss mir auf die Lippe und nahm die Hand vom Bauch, hielt jedoch die Entfernung von etwa zwei Metern ein, die ich beim rückwärtstaumeln zwischen uns gebracht hatte.
„Beweise es.“, waren meine eiskalten Worte und ich sah ihn an, mit einem Blick, der ihn gefrieren lassen hätte können.

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BeitragThema: Re: der See   Mo 20 Okt 2014 - 18:04

Jake

Er hatte sein Zeil erreicht, dass sie von ihm losließ und berührte mit seiner Hand seinen Hals, während seine Augen auf der jungen Frau lagen, die zurück getaumelt war, sich krümmte und den Bauch hielt.
Nicht, dass er ihr diese Schmerzen nun gönnen würde - vielleicht ein ganz kleines bisschen - doch ihm war keine andere Möglichkeit geblieben, sie los zu bekommen.
Er sah den Hass, der in ihren Augen aufflammte, zuckte aber nicht mit der Wimper dabei. Es störte ihn nicht, wenn ihn jemand dermaßen hasste, solange derjenige sich unter Kontrolle hatte. Und im Moment vermutete Jake nicht, dass sie imstande war, ihm noch viel anzutun.
Als er sie betrachtete, während sie so zusammen gekrümmt dastand, sprang ihm etwas ins Auge: Eine Narbe an der Schulter. Diese Narbe zog seine Aufmerksamkeit auf sich und er musterte sie. Sie sah noch recht frisch aus; woher mochte sie wohl stammen?
Noch auffälliger aber war das Tattoo, das eine Spirale in einer Form eines Tropfens darstellte. Es sah auf eine gewisse Weise sehr schön, aber ebenso mystisch aus. Ob dieses Tattoo etwas zu bedeuten hatte?
Bevor er das Tattoo jedoch genauer betrachten konnte oder sie gar danach fragen konnte, hatte sie sich wieder aufrecht hingestellt, hielt sich aber immer noch den Bauch. Anscheinend hatte er fester zugeschlagen als beabsichtigt.
Als er gesagt hatte, er sei kein Jäger, konnte er sehen, wie ihre Augen sich veränderte; sie änderten sich von hassvoll zu kalt. Ob das eine positive Änderung war, konnte er nicht sagen.
Er sollte es beweisen? Entgeistert sah er sie an. Wollte sie ernsthaft, dass er sich hier verwandelte? Wo jeder x-beliebige auftauchen könnte?
Na gut, das war wohl übertrieben, hier war niemand außer ihm und ihr, dennoch fühlte er sich nicht wohl dabei. Er verwandelte sich grundsätzlich nur allein, nicht einmal vor seiner Schwester tat er das. Und jetzt forderte diese Frau, dass er es tun sollte?
Bei jeder anderen hätte er nun verächtlich geschnaubt, sich umgedreht und wäre ohne Worte verschwunden. Bei ihr jedoch zögerte er. Sollte er es tatsächlich tun?
Eine kurze Weile, die ihm wie eine Ewigkeit vorkam, starrte er ihr schweigend ins Gesicht, dann fasste er sich ein Herz und sagte:
"In Ordnung. Aber woher sollte ich mir sicher sein, dass du keine Jägerin bist? Immerhin hast du eben versucht, mich zu erwürgen." Er verzog sein Gesicht.
"Ich will, dass du es ebenfalls beweist."
Mit diesen Worten wurde sein Blick abwesend. Er tat das, was sie von ihm gefordert hatte: Beweisen, dass er kein Jäger war.
Es erforderte Konzentration, da er es nicht gewohnt war, in der Anwesenheit von jemandem sich zu verwandeln. Und er musste immer wieder den Gedanken aus dem Kopf verbannen, wie gefährlich das hier war. Denn wie er gesagt hatte: Woher sollte er wissen, dass sie keine Jägerin war und nur auf die passende Gelegenheit wartete, ihn zu töten?
Egal. Er spürte, wie Fell auf seiner Haut wuchs, seine Muskeln gedehnt wurden und gleichzeitig seine Kleidung von ihm rutschte. Scheiße, an diese hatte er gar nicht gedacht. Wie sollte er sich zurück verwandeln, wenn sie hier war?!
Egal. Er konzentrierte sich wieder und die Verwandlung schritt voran. Er ließ sich auf seine Hände - oder, besser gesagt, auf seine Vorderpfoten - fallen und ehe man sich versah, stand dort nicht mehr ein junger Mann, sondern ein Tiger mit einem bläulichen Fell und schwarzen Streifen, der die Frau mit schlammbraunen Augen anstarrte.

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BeitragThema: Re: der See   Mo 20 Okt 2014 - 18:36

Tara

Verdammt.. Dieser Tag würde schrecklich werden, das wusste ich. Ich hatte schon einen Tritt in den Bauch kassiert und es war noch nicht mal früh genug, als dass ich freiwillig aufgestanden wäre. Wieso war ich hier zum See gekommen? Ja, wieso? Irgendetwas hatte mich dort hin getrieben, was auch immer es war. Ich hatte mir auch nichts dabei gedacht, war ja nicht so, dass hier jeden Tag um so eine frühe Uhrzeit irgendwelche Jungen auftauchten.
Ich korrigiere mich: irgendwelche Jungen, die in deinen Ausschnitt gaffen. Hatte er sie noch alle? Ich kniff die Augen zusammen und verschränkte meine Arme vor der Brust, was somit mein Tattoo verdeckte. Gut so. Sollte ja nicht jeder sehen, verdammt.. und außerdem wusste ich ja immer noch nicht, ob der ein Jäger war. Doch ich hatte noch nie von einem gaffenden Jäger gehört - Jäger fackelten meist nicht lange herum, sondern brachten einen sofort um, wenn man ein Gestaltwandler war. Ich schüttelte den Kopf. Wenn er ein Jäger war, würde entweder ich oder er den nächsten Morgen nicht mehr erleben.
Doch bei seinem entgeisterten Blick musste ich grinsen, trotz des dumpfen Schmerzes in der Magengegend. Würde er sich weigern, dann würde er wohl oder übel im See landen. Und eines konnte ich ihm versprechen: ich war niemand, der sein Wort nicht hielt!
Aber er sagte nichts. Hatte mir mein Grinsen die Sprache verschlagen? Ich war schon kurz davor, ihn in den See zu schubsen, als er doch etwas sagte. Immer noch die Arme vor der Brust verschränkt sah ich ihn an und hob eine Augenbraue. Erst wollte ich loslachen und ihn dann in den See schubsen, doch dann meinte er, dass ich es auch beweisen sollte. So hob ich nur meine zweite Augenbraue und ein spöttischer Blick erschien auf meinem Gesicht. Klar.. dem glaubte ich jetzt aber auch sowas von. Ich würde nichts tun, bis ich wusste, dass er kein Jäger war.
Doch das war er nicht, er hatte tatsächlich die Wahrheit gesagt. Was mich überraschte, um ehrlich zu sein. Doch das zeigte ich nicht, nur ein Grinsen erschien auf meinem Gesicht. "Wäre ich jetzt eine Jägerin, wärst du binnen weniger Sekunden tot.", sagte ich, meine Stimme war leiser geworden und das was noch gefehlt hätte, wäre, dass es mitten in der Nacht wäre und ich eine Taschenlampe vor dem Gesicht hätte. Hatte ich aber nicht. Was den unheimlichen Effekt nicht im geringsten minderte, meiner Meinung nach.
"Doch du kannst dich glücklich schätzen..", meine Stimme wurde immer leiser. Ich würde mich nun auch verwandeln, dann konnte ich auf dem Rückweg auch noch etwas jagen und außerdem hatte ich wenig Lust, von einem riesigen Tiger in Stücke gerissen zu werden.
Also verwandelte ich mich doch. Es war keine große Mühe, denn es war ja nicht sonderlich kalt. Das einzige, was mich störte, war das Zurückverwandeln. Das musste dann wohl.. hinter einem Busch stattfinden. Oder ich scheuchte den Mann da vorher davon. Pardon, Tiger.
Langsam wuchs mir schwarzes Fell auf dem Körper, welches von Leopardenflecken in allen Grün- sowie Gelb- und Orangetönen gesprenkelt war. Meine Kleidung landete unter mir auf dem matschigen Boden und ich wollte mir schon meine Hand an die Stirn klatschen, da fiel mir auf, dass ich gar keine Hand hatte. Und mir einer Pfote wäre es wahrscheinlich nicht so wirklich angenehm gewesen, zumal ich gerade meine Krallen ausgefahren hatte. Seufzend ließ ich mich auf meine Vorderpfoten fallen und setzte mich in den Matsch. Auch egal. Mein Fell war größtenteils schwarz, und außerdem konnte ich ja auch noch ein wenig schwimmen gehen. Oder so.
Bei mir hatte die Verwandlung kürzer gedauert, was wahrscheinlich daran lag, dass ich es öfter machte. Doch ich hatte keine Ahnung was der Junge - Tiger - vor mir den ganzen Tag so trieb, deshalb konnte ich das auch nicht wirklich sagen. Jedenfalls fing ich nun an, ihn zu betrachten. Dabei achtete ich jedoch darauf, nicht allzu viel zu starren. Er war ein Tiger, soviel stand fest. Und er war ziemlich bläulich, was meiner Meinung nach gut zu den braunen Augen passte. Nicht, dass mich so etwas interessieren würde.
Ich hatte eigentlich jetzt nur noch Lust wieder in mein Baumhaus zu gehen und mich hinzulegen.. aber das würde jetzt warten müssen.

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BeitragThema: Re: der See   Mo 20 Okt 2014 - 19:26

Jake

Da sie ihre Arme vor der Brust verschränkte, nahm er an, dass sie bemerkt hatte, wie er auf ihr Tattoo gestarrt hatte. Was ihm allerdings nicht peinlich war, wie es bei einigen anderen wohl der Fall gewesen wäre. Was wohl daran lag, dass es einfach schwer war, in ihn Verlegenheit zu bringen.
Dass sie dabei auch das Tattoo verdeckte, gefiel ihm dagegen weniger, aber als sie sich aufgerichtet hatte, hatte er es sowieso nicht mehr sehen können, also war das eigentlich nicht so wichtig. Irgendwann würde er schon noch die Gelegenheit bekommen, dieses Tattoo genauer zu betrachten, jedenfalls hoffte er das.
Als sie auf seinen entgeisterten Blick hin grinste, hätte er ihr am liebsten das Grinsen aus dem Gesicht gewischt, selbst wenn dazu gewaltsamere Methoden nötig gewesen wären. Doch er hielt sich zurück, es konnte ja nun mal nicht jeder so sein wie er, dass er es nicht sonderlich mochte, sich zu verwandeln, schon gar nicht vor anderen Menschen.
Dieser spöttische Ausdruck in ihrem Gesicht gefiel ihm ebenfalls nicht, doch ändern ließ es sich nicht. Er konnte jetzt nur hoffen, dass sie das tat, weil sie eben einen solchen Charakter hatte und nicht weil sie voller Schadenfreude darauf wartete, dass er es tat und sich dann auf ihn stürzen wollte.
Bei ihren Worten, dass er tot wäre, wenn sie eine Jägerin wäre, wäre er beinahe zusammen gezuckt. Das sollte doch nicht bedeuten, dass sie tatsächlich eine war? Für den Fall, spannte er seine Muskeln leicht an, um sich vor einer Attacke von ihr zu schützen.
Wie leichtsinnig hatte er nur sein können?! Er wusste doch, dass man als Gestaltwandler niemandem trauen durfte, zu gefährlich war es, in eine Falle zu tappen.
Zum Glück sah Tari nicht, was hier tat, sie würde es niemals verstehen, wie er sich nur in eine solche Gefahr begeben konnte. Und er würde es ihr wohl auch nicht erzählen - falls er überhaupt die Gelegenheit dazu bekommen sollte.
Er funkelte die junge Frau, deren Namen er noch immer nicht wusste, an und wartete regelrecht darauf, dass sie ein Messer zückte - was sie nicht tat. Stattdessen meinte sie, er solle sich glücklich schätzen und begann sich zu verwandeln.
Erleichterung durchfuhr Jake und er entspannte sich, lockerte seine Muskeln und nahm eine abwartende Position ein, bis sie fertig war mit der Verwandlung.
Sie war ein Leopard, das erkannte er sofort. Schwarzes Fell mit farbigen Punkten und grünen Augen. Sie war auch als Tier hübsch, wenn nicht vielleicht sogar noch hübscher, da sie nun ein wenig gepflegter aussah.
Er betrachtete sie und erwiderte somit ihren Blick. Es gefiel ihm hier, was ihn selbst erstaunte. Er hätte gedacht, wenn er sich in Tiergestalt bei jemand Fremdem aufhalten würde, wäre es eine Qual für ihn. Doch dem war nicht so.
Aber was nun? Er konnte schlecht sich wieder ohne weiteres zurück verwandeln, jedenfalls nicht, so lange sie ihn ansah. Also gut, können tat er schon, aber er wollte es nicht.
Dass man bei der Zurückverwandlung keine Kleider mehr trug, war wohl auch ein Grund, weshalb er es allgemein hasste, ein Tier zu sein.
Sollte er näher zu ihr gehen? Aber was würde das bringen, außer vielleicht, dass sie zurückwich? Nein, das würde er nicht tun. Also blieb er wo er war und bemerkte somit nicht die Gestalt, die näher kam.


Alisha

<----Park bzw. ihre Wohnung (dort kein Post)

Sie war schnell zum Wald gegangen und hatte sich schließlich für den See entschieden. Gestaltwandler brauchten ja auch was zu trinken, oder nicht? Na gut, nicht, dass die dort trinken würden, wer trank denn auch bitte aus einem See? Niemand, der nur halbwegs bei Verstand war.
Dennoch war sie sich sicher, dass Gestaltwandler auch badeten oder ähnliches, weswegen gerade der Morgen perfekt für jene wäre.
Beim See angekommen sah sie sich erst einmal um und dachte, niemand wäre hier und sie müsste woanders hingehen, dann jedoch bemerkte sie eine Gestalt am Ufer des Sees, der etwa zweihundert Meter von ihrem Standort aus entfernt war. Sie kniff die Augen zusammen, um besser erkennen zu können, wer - oder was - sich dort befand... und wenn sie sich nicht täuschte, saßen dort zwei große Tiere!
Das konnten nur Gestaltwandler sein! Alisha duckte sich sofort, damit man sie nicht sah und schlich dann vorsichtig weiter in den Wald hinein, sodass die beiden sie nicht sofort sehen würden.
Dann bewegte sie sich langsam näher zu ihnen, ignorierte dabei gekonnt, dass es zwei Gestaltwandler waren, mit denen sie es aufnehmen musste. Keine ungefährliche Aktion.
Sie kam immer näher, bis sie zu dem Punkt kam, bei dem sie offen heraustreten müsste, da hier freie Fläche war. Naja, wenn man das freie Fläche nennen konnte, so verwildert wie es hier aussah.
Sie nahm das Messer nun in die Hand und starrte diese Wesen feindselig an. Sie würde sie töten!
Und dann bewegte sie sich leicht geduckt vorwärts, hatte nun zwar keine Deckung mehr, aber sie war so leise, dass sie hoffte, die beiden würden sie erst bemerken, wenn sie nahe genug war, um wenigstens einen der beiden schnell töten zu können.

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BeitragThema: Re: der See   Mo 20 Okt 2014 - 21:34

Tara

Noch breiter grinsend bemerkte ich seinen Blick und dachte darüber nach, dass dieser Tag vielleicht doch nicht so schlimm war. Vielleicht würde es ganz witzig werden, wenn es so weiter ging. Auch wenn ich eigentlich nicht gedacht hatte, dass dieser Tag so werden würde. Er war völlig anders als alle anderen Tage und irgendwie eine willkommene Abwechslung. Wenn auch eine äußerst komische.
Doch sein Blick wurde wieder normaler, als ich mich verwandelt hatte und er schien mich wieder zu mustern. Verdammt.. es war manchmal äußerst unpraktisch, dass man als Tier nicht reden konnte. So konnte ich ihm nicht sagen, dass er, wenn er seine Augen behalten wollte, woanders hinschauen sollte. Sonst würde es böse enden.. doch ich würde ihn nicht einfach so ohne Grund angreifen, so Herzlos war ich dann nun auch wieder nicht. Ich tötete nur, weil ich etwas zu Essen brauchte. Und ich tötete erst recht keine Gestaltwandler geschweige denn Menschen. Ich wollte mich nicht auf das Niveau eines Jägers herab begeben, ich hatte sowieso schon genug Probleme.
Doch ich konnte nicht sagen, dass der Tiger da vor mir eine war. Wahrscheinlich würde ich einfach meine Kleider nehmen und im Wald verschwinden. Dort würde ich sie waschen, dann aufhängen und so lange noch ein wenig jagen gehen, bis sie trocken waren. Und danach würde ich meinen normalen Tagesablauf abgehen und so tun, als wäre das hier niemals passiert.
Doch da hatte ich mich zu früh gefreut. Da ich als Leopard besser hören konnte als als Mensch, vernahm ich leise Schritte hinter dem Tiger und begab mich in Angriffsstellung. Leise knurrte ich und fuhr die Krallen aus. Da war jemand.. jemand, der ein Messer hatte. Ein Jäger! Verdammt nochmal, war doch klar gewesen, dass hier jemand kommen würde, wenn wir uns einfach verwandeln würden.. Knurrend lief ich an dem Tiger vorbei und blieb stehen, als ich den Jäger sah. Eine Jägerin, um genau zu sein. Aber das war mir herzlich egal. Was mir nicht egal war, war das Messer in ihrer Hand, das mörderisch im Dämmerlicht aufblitzte. Diesmal würden sie nicht davonkommen..
Diesmal knurrte ich lauter und fletschte die Zähne. Sie würde es bereuen, dieses Messer gezückt zu haben..

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BeitragThema: Re: der See   Mo 20 Okt 2014 - 21:59

Jake

Eigentlich stand ihr das Grinsen wirklich gut. So gut, dass er beinahe selbst mitgegrinst hätte, aber obwohl er auch über sich selbst lachen konnte, fand er das in dieser Situation mehr als unpassend.
Aber wirklich... sie sollte ruhig öfter die Mundwinkel nach oben gezogen halten. Vielleicht sollte er ihr das ja mal sagen, später, wenn er wieder in Menschensprache kommunizieren konnte.
In ihrer Tiergestalt konnte man das Lächeln leider nicht mehr sehen, dafür konnte er aber jene betrachten. Durch ihre Schnelligkeit beim Verwandeln nahm er an, dass sie das öfter tat als er, viel öfter. Vielleicht sogar jeden Tag? Das wäre interessant zu erfahren. Er hatte ja bereits vermutet, dass man das Dasein als Tier "üben" konnte, aber einen Beweis hatte er dafür nicht gefunden. Und er hatte auch kein Interesse daran gehabt, ein 'Projekt' zu starten, da das seiner Meinung nach unnötig gewesen wäre. Und zu gefährlich. Und aufwändig.
Also hatte er es lieber bleiben lassen. Aber wenn sich ihm schon einmal die Chance bot, jemanden darüber auszufragen, warum nicht nutzen? Er konnte ja nicht ahnen, dass die aktuell Leopardin nicht vorhatte, länger in seiner Gesellschaft als nötig zu verharren. Überhaupt wusste er nichts über sie, weder wo sie lebte noch ihren Namen.
Er war noch immer in Gedanken versunken, so mit sich selbst und seinem Gegenüber beschäftigt, dass er unvorsichtig wurde und nicht einmal mehr auf seine Umgebung achtgab. Was wieder zeigte, wie wenig Erfahrung er hatte.
Dass sich die junge Frau in Tiergestalt aber in Angriffsposition begab, erkannte er und er dachte, das täte sie wegen ihm. Also kniff er seine Augen wieder zusammen und wollte gerade einen Schritt zurück treten, als sie schon auf ihn zugerannt kam. Er erkannte jedoch frühzeitig, dass sie nicht direkt auf ihn zusteuerte, sondern auf etwas hinter ihm. Abrupt drehte er sich um und nun vernahm auch er die leisen Schritte, die näher kamen.
Hätte er sprechen können, dann hätte er nun wohl geflucht, so aber stieß er die Flüche nur in Gedanken aus und trat neben die Leopardin, egal ob diese das wollte oder nicht. Seine Augen lagen auf der Jägerin und auch er fletschte nun seine Zähne und knurrte. Würde es um sein Leben gehen oder um das der Leopardin, würde er nicht davor zurück schrecken, einen Menschen - besser gesagt, Jäger - zu verletzen.
Das Messer ließ ihn unwohl fühlen, doch er blieb wo er war. Er konnte jetzt doch nicht wie ein Feigling weglaufen!


Alisha

Verdammt, der Leopard hatte sie gehört! Abrupt blieb Alisha stehen und mit dem Messer in der Hand fixierte sie dieses Tier. Das andere, ein Tiger, drehte sich erst um, als der Leopard an ihm vorbei ging, direkt auf Alisha zu.
Jetzt nur keine Angst zeigen. Diese gefletschten Zähne waren ganz normal und sie würden ihr nichts antun. Dazu waren sie nicht in der Lage. Sie war stark und das Messer in ihrer Hand gefährlich. Und trotzdem zitterte ihre Hand leicht. Was dazu führte, dass Alisha noch finsterer blickte.
So gut wie noch nie hatte sie es mit zwei Tieren gleichzeitig aufgenommen; das war schlichtweg zu gefährlich. Diese Wesen waren ja nicht zu unterschätzen. Aber wer wäre sie, wenn sie jetzt weglaufen würde? Ein Schwachkopf. Jeder andere Jäger würde sie dafür auslachen, allen voran ihr Vater würde sie wohl hassen, wenn sie nicht konsequent versuchte, seinen Tod zu rächen.
Der Löwe war aber nicht dabei...
Egal. Keine Gnade, egal wer es war. Sie trat einen Schritt auf die beiden Gestaltwandler zu. Das waren definitiv keine normalen Tiere, einen Leopard und einen Tiger gab es ja wohl kaum zusammen in einem Wald. Mal abgesehen von den zwei Kleiderhaufen, die dort lagen. Nein.
Aber verdammt, warum hatte sie nur ein Messer mitgenommen? Um ein zweites wäre sie nun wirklich dankbar.
Unauffällig sah sie sich um, ob jemand in der Nähe war, der ihr hätte helfen können. Aber die Chance, dass hier noch ein Jäger war, bestand bei einem Prozent.
Nur keine Angst.
Nur an ihren Vater denken... und der Hass flammte in ihr auf. Sie würde die beiden, oder mindestens einen, töten!
Entschlossen trat sie näher, das Messer fest in der Hand. Die Augen sahen hart und gnadenlos zu den Tieren hinab und in einem Abstand, den kein Tier mit einem Sprung überwinden konnte, wodurch sie auch nicht mit einem Angriff überrascht werden könnte, blieb sie stehen.
"Töten oder getötet werden, nicht wahr?", sagte sie kalt zu dem Leopard und dem Tiger. "Tut, was ihr nicht lassen könnt. Aber ich werde euch trotz allem töten, das verspreche ich euch."

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BeitragThema: Re: der See   Di 21 Okt 2014 - 19:35

Tara

Mit einem Blick, der töten könnte, funkelte ich den jungen Mann, der nun ein Tiger war, an, als er sich neben mich stellte. Was hatte der denn jetzt? Ich hätte nicht gedacht, dass er sich neben mich stellen würde, um zu kämpfen. Es war mir sowieso nicht wohl dabei. Aber wie konnte es das, wenn da gerade eine Jägerin vor uns stand, die ein Messer in der Hand hatte und zu gerne unser Blut sehen würde? Wäre ich jetzt ein Mensch gewesen, hätte ich bestimmt sehr viel gesagt, das meiste davon würde wahrscheinlich keinen Sinn ergeben. Trotzdem war es manchmal wirklich unpraktisch, dass Tiere nicht reden konnten.
Dafür hätte ich aber alles gegeben, wenn diese Jägerin endlich ihren Mund halten würde. Das Geschwafel, was sie von sich gab, war ja nicht zum aushalten! Aber zumindest nicht so schlimm wie manches andere. Trotzdem hätte ich ihr zu gerne diesen kalten Ausdruck aus dem Gesicht gewischt. Jedoch sah meines nicht viel anders aus; meine grünen Augen waren tiefgefroren und frisch aus der Kühltruhe.
Die Nervösität veränderte mich definitiv; ich begann ja jetzt schon, Scheiße zu denken. Doch da war wirklich von Vorteil, dass Tiere nicht reden konnten. Sonst würde ich mich hier ja zum völligen Affen machen..
Ich schüttelte den Kopf und konzentrierte mich wieder darauf, die Jägerin mit eiskalten Augen anzusehen. Irgendwas mussten wir jedoch tun. Kurz sah ich zur Seite, den Tiger an, blinzelte kurz und fuhr tat dann einen Schritt von dem Tiger weg. Nun war ich nah am Wasser, doch das machte mir nichts aus, ich konnte ja schwimmen.
Den Blick noch immer auf der Jägerin, umkreiste ich sie langsam und blieb in einer Entfernung, die für mich am sichersten war, ungefähr so weit, wie der Tiger von der Jägerin entfernt war, stehen. Nun stand ich gegenüber dem Tiger und so hatte sie den Rücken zu mir. Ich sah die Jägerin vor mir eiskalt an und überlegte, was ich tun sollte. Ich war niemand, der unüberlegt handelte, doch extreme Situationen forderten extreme Handlungen.
Deshalb ging ich einige Schritte zurück, nahm Anlauf und sprang über die Jägerin hinweg, wobei ich mit den Krallen versuchte, irgendetwas zu zerkratzen. Hoffentlich würde sie mich dabei nicht aufschlitzen..

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BeitragThema: Re: der See   Di 21 Okt 2014 - 20:03

Alisha

Noch immer starrte sie die beiden Tiere an, feindselig und vor allem entschlossen. Was würden die beiden nun tun? Ihr war bewusst, dass sie nicht antworten konnten, das konnte kein Gestaltwandler in Tierform, was ihr allerdings sehr wohl bewusst war, war, dass sie sie verstehen konnten.
Als der Leopard den Kopf schüttelte, fragte sich Alisha für einen Moment, was das bedeuten sollte. War das im Bezug auf ihre Worte gemeint? Falls ja, verstand Alisha nicht, was der Leopard meinte: Sie würde es nicht schaffen, die beiden zu töten oder es stimmte nicht, dass es nur töten oder getötet werden gab?
Nun, wahrscheinlich meinte der Leopard keines von beiden, da er sich nun vom Tiger weg bewegte und sie sozusagen umkreiste. Alisha fluchte innerlich; sie hatte gehofft, dass die beiden das nicht tun würden, denn dann blieb ihr definitiv kein Fluchtweg und das war so ziemlich das gefährlichste, was einem Jäger passieren konnte.
Selbst wenn die Angst jetzt Überhand genommen hätte, hätte sie nicht mehr hier weg gekonnt, doch das war für sie nur ein weiteres Zeichen, dass sie die beiden hier töten musste.
Um keinen von beiden aus den Augen zu verlieren, drehte sie sich mit, sodass am Ende links von ihr der Leopard stand, rechts davon der Tiger.
Wer wohl zuerst angreifen würde? Alisha tippte auf den Leopard, der sah aggressiver aus, doch sicher wollte sie das nicht sagen.
Aber sie hatte trotzdem richtig gelegen: Der Leopard nahm Anlauf und stürmte dann auch sie zu. Alisha hielt den Atem an; nun musste es schnell gehen. Messer hoch, Kopf einziehen, Hand vor ihr Gesicht halten um dieses zu schützen, dann erwischte der Körper sie auch schon, samt den Krallen.
Alisha keuchte auf, als der Schmerz sofort zu brennen begann, doch so ganz ohne war ein Angriff auf sie auch nicht! Das Messer, dass sie gehoben hatte, befand sich immer noch vor ihr und sie hoffte, den Leopard verletzt zu haben.
Während dieses Tier ihre Arme zerkratzte und auch die Schultern und den Bauch leicht erwischte, fiel Alisha durch die Wucht zu Boden, allerdings schmerzte das nicht, da sie das Fallen geübt war.
Auf dem Boden wartete sie, bis der Leopard ebenfalls gelandet war, dann rollte sie sich blitzschnell herum und erhob sich, während sie zugleich zurück wich. Das Blut trat durch ihr Shirt und sie fluchte.
Aber zum Glück befand sich das Messer noch in ihrer Hand. Ein Punkt, der sie aufatmen ließ. Nun sah sie wieder den Leopard an und versuchte herauszufinden, wie stark - oder wie schwach - sie diesen verletzt hatte.


Jake

Die Jägerin sah nicht so aus, als ob sie Gnade walten lassen würde oder Angst hätte, sodass sie verschwinden würde. Ihre Worte klangen auch nicht so danach.
Im Gegensatz zu der Leopardin nahm er die Worte ernst und stempelte es nicht als Geschwafel ab. Er hatte ja wohl auch noch nicht so viele Kämpfe hinter sich und somit weniger Erfahrung.
Als die junge Frau sich von ihm entfernte und um die Jägerin herum ging, sodass sie letztendlich gegenüber von ihm stand, hob er den Kopf aufrechter. Das sah nun besser für sie beide aus als für die Jägerin. Was sie wohl nun tun würde? Wenn sie versuchen würde zu fliehen, würde er sie ziehen lassen. Was die Leopardin machen würde, wusste er aber nicht, allerdings sollte er das auch nicht herausfinden, da die Jägerin blieb so wie war.
Nun setzte die Leopardin zum Sprung an und Jake hielt den Atem an - war das ihr Ernst? Sie sprang auf einen Menschen mit einem Messer zu, als ob die Waffe ihr nichts tun könnte? Mit zusammen gebissenen Zähnen beobachtete er, wie sie die Jägerin zerkratzte und Erleichterung durchfuhr ihn, als er sah, dass sie die Jägerin anscheinend stärker verletzt hatte als andersrum.
Trotzdem schien sie nicht unbeschadet davon gekommen zu sein und er eilte in Tiergestalt zu ihr, stellte sich wie vorher neben sie, nur ein Stück weiter vorn, sodass, wenn die Jägerin erneut angreifen wollte, diese erst an ihm vorbei müsste, bevor sie an die Leopardin konnte.

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BeitragThema: Re: der See   Di 21 Okt 2014 - 20:33

Tara

Verdammte Jägerin.. sie hatte anscheinend keine Angst vor uns, sie rannte nicht weg, als wir sie umzingelt hatten. Wäre ja aber auch zu schön gewesen.. Jäger sollten ja eigentlich keine Angst haben, sonst wäre es recht blöd für sie; sie stellten sich ja Tieren, die sich sehr gut zu wehren wussten und außerdem meist doppelt so groß waren wie "normale" Tiere. Also war es dumm von mir gewesen, zu glauben, sie würde verschwinden, wenn wir ihr nur genug Angst machen.
Jetzt hieß es: Kämpfen oder abhauen. Und da ich einen Kampf angefangen hatte, konnte ich wohl jetzt auch nicht abhauen, ohne dass entweder der Jäger oder der Tiger mir zu meinem Baumhaus - oder insgesamt in mein Stück Wald - folgen würden. Oder beide.
Stechender Schmerz riss mich aus meinen Gedanken und ich landete etwas unsanft schliddernd auf dem nassen Gras und rollte mich ab. Ich beherrschte das ebenfalls, genauso wie die Jägerin, der ich anscheinend ziemlich den Körper zerkratzt hatte. Ich knurrte laut und zufrieden, doch als ich sie so bemerkte, sah ich glänzendes, rotes Blut an ihrem Messer und sah an mir herunter. An einer meiner Vorderbeine klaffte eine lange Wunde. Daher kam also dieser Schmerz! Ich schlug mir mit der anderen Pfote an den Kopf, bereute es aber sofort, da ich in dem nassen Gras glatt ausrutschte und ziemlich unsanft landete. Doch das war jetzt nicht so wichtig. Zwar lag ich auf nassem Gras, zu einer Zeit am Morgen, an der ich höchstens aufgestanden wäre, um aufs Klo - pardon, in die Büsche - zu gehen, und hatte mich außerdem verletzt, doch ich musste jetzt erstmal etwas für die Wunde tun, aus der rotes Blut quoll und mein schwarzes Fell verdreckte. Wär ich jetzt ein Mensch, hätte ich laut geflucht, aber ich war ja ein Tier. Gut für die Jägerin.. aber verdammt, diese Frau hatte mir meinen rechten Arm - oder mein Vorderbein - mit ihrem verdammten Messer aufgeschlitzt.. Wieder war von mir ein Knurren zu hören, diesmal lauter und mit einem Blick voller Hass sah ich die Jägerin an, die aber auch nicht ungeschoren davongekommen war.
Leise knurrend begann ich die Wunde zu lecken, bis nur noch wenig Blut herausfloss und wollte mich wieder hinstellen, doch da kam der Tiger und stellte sich vor sich. Wütend knurrte ich und fletschte die Zähne. Er brauchte mich nicht zu beschützen verdammt.. so wie es aussah, konnte ich doch besser kämpfen als er!
Immer noch knurrend richtete ich mich auf und hob das verletzte Bein etwas vom Boden ab, ließ mit den brennenden Schmerz aber nicht weiter anmerken. Stattdessen knurrte ich die Jägerin böse an und tat einen wackeligen Schritt auf sie zu.

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BeitragThema: Re: der See   Di 21 Okt 2014 - 21:20

Alisha

Verfluchte Scheiße... Zwar hatte sie den Leopard verletzt und zwar offenbar am Bein, da er dieses nicht mehr wie vorher belastete, dennoch war es zu wenig, als dass sie sich damit zufrieden geben könnte.
Sie wollte, dass der Leopard starb! Das würde allerdings ein hartes Stück Arbeit werden: Wäre es nur der Leopard allein, hätte sie es vielleicht geschafft, wenn sie dessen Schwäche am Bein ausgenutzt hätte. Selbst dann wäre es aber ungewiss gewesen. Jetzt war aber auch noch der Tiger hier, der nun auch seinen Arsch bewegte und sich ein wenig vor den Leopard stellte. Wollte der jetzt auch noch angreifen? Sollte er doch!
Angriffsbereit funkelte Alisha ihn an, wartete nur darauf, dass er zu ihr springen würde. Das Messer, an dem nun Blut haftete, war noch immer in ihrer Hand, auch wenn diese leicht zitterte, was ihr aber nicht bewusst war, da sie den Schmerz, den die Kratzer verursachten, unterdrückte. Später würde sie sich darum kümmern, aber jetzt galt es sich um die Tiere da zu kümmern. Ihr Körper ignorierte die Verletzungen aber nicht so gut, was man eben an diesem Zittern sehen konnte.
Noch immer griff der Tiger aber nicht an, stattdessen trat nun auch wieder der Leopard vor und starrte Alisha an.
War das vielleicht doch eine Nummer zu groß? Alisha spürte Verunsicherung in sich aufkommen. Sie könnte weglaufen, was zwar unglaublich feige und unehrenhaft war, aber was, wenn sie den beiden unterlegen war und starb? Das Risiko war zu groß, dafür, dass sie nicht einmal den Tod ihres Vaters rächen würde, da der Löwe nicht dabei war.
Zögernd trat sie einen Schritt zurück, dann noch einen. Das Blut trat weiterhin aus ihren Wunden und als sie kurz an sich herab sah, stellte sie fest, dass auch das Shirt nicht mehr zu verwenden war.
Sie würde das hier nicht schaffen, solang die beiden zu zweit waren. Aber sie würde wieder kommen, das schwor sie sich. So oft, bis sie einen der beiden allein erwischte und dann hätte derjenige keine Chance mehr.
"Glück gehabt", meinte sie leiser als beabsichtigt, was wohl auch an der Erschöpfung lag. Dann ging sie weiter rückwärts, bis sie sich umdrehte und so schnell wie sie konnte weg lief.

---->Ihre Wohnung


Jake

Er hörte das Knurren von der Leopardin und sah kurz zu ihr, als sein Blick auf das Vorderbein fiel, das die Jägerin wohl erwischt hatte. Es blutete und die Leopardin war damit beschäftigt, das Blut weg zu putzen.
Er richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf die Jägerin und beobachtete diese, wie sie zu überlegen schien. Dachte sie darüber nach, ob sie wieder angreifen sollte und wen? Vermutlich. Als sie aber einen Schritt zurück machte, nahm er an, dass sie beschlossen hatte aufzugeben. Diese Theorie bestätigte sich, als sie noch weiter zurück trat mit den Worten, sie hätten Glück gehabt, leise, aber er verstand sie.
Glück gehabt wieso? Kampfglück von der Leopardin oder Glück, weil sie zu zweit hier waren? Wie auch immer. Tatsache war, dass die Jägerin nun weglief und mit einer gewissen Erleichterung sah Jake ihr hinterher.
Als er wieder zu der Leopardin sah, bemerkte er, dass sie wieder vorgetreten war und etwas verärgert sah er sie an, dann schüttelte er sich, um seine Muskeln zu entspannen. Die Situation war entschärft, die Jägerin fort.
Dennoch wusste er, dass es gefährlich gewesen war. Er hätte niemals den Fehler begehen dürfen und sich verwandeln dürfen; nicht, wenn jederzeit die Gefahr bestand, dass jemand auftauchte.
Schließlich konzentrierte er sich wieder auf die Leopardin und wollte sich schon zurück verwandeln, um ihre Verletzung genauer anzusehen, da fiel ihm ein, dass das nicht ging. Jedenfalls nicht so. Er sah sich nach seinen Klamotten um und fand sie auch, aber er würde es nicht schaffen, sich gleichzeitig zu verwandeln und dabei so anzuziehen, dass sie keinen Blick auf ihn hatte. Verdammt.
Was nun? Er wusste es nicht. Das einzige, was ihm bewusst war, dass er heute wohl besser liegen geblieben wäre.
Fragend sah er zu der Leopardin und hoffte, dass sie verstand, was er meinte. Und dass sie am besten auch wüsste, wie sie das regeln sollten. Obwohl sie wahrscheinlich keinen Grund darin sah, dass er sich um ihre Verletzung kümmern sollte, aber er hoffte, dass sie so vernünftig war und nicht die verletzte Heldin spielte, die keine Sorge brauchte.

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BeitragThema: Re: der See   Mi 22 Okt 2014 - 20:05

Tara

Knurrend starrte ich immer noch die Jägerin an, die aber genauso zurückstarrte und mit zitternden Händen da stand. Also schmerzten die Kratzer doch mehr als sie es vortäuschte.. Dann war wenigstens eine Sache gut gelaufen. Doch mit der Schnittwunde am Vorderbein würde ich bestimmt eine Woche nicht jagen können. Das war zu lang, definitiv. Ich knurrte noch lauter und Wut flammte in meinen Augen auf. Das war ihre Schuld.. Und würde sie nicht bald verschwinden, dann wars das mit ihr!
Doch fast wie auf Stichwort ging die Jägerin einige Schritte rückwärts, bis sie sich umdrehte und verschwand. Das, was sie sagte, überhörte ich gekonnt, ich hörte sowieso fast nie dem zu, was Jäger so faselten, diese Leute hatten doch sowieso einen Vogel. Oder mehrere.. Denn so verrückt zu sein, andere Menschen ohne Grund zu töten, war wirklich reif für die Klapse.
Trotzdem trat ein triumphierender Blick auf mein Gesicht und ich hätte mit Sicherheit gegrinst, wenn ich ein Mensch gewesen wäre. Zu schade, dass Leoparden nicht grinsen konnten.
Doch das Grinsen wäre mir sowieso schnell aus dem Gesicht gewischt worden, denn mein Vorderbein schmerzte nun wieder stärker und ich betrachtete die Wunde, aus der nun wieder Blut trat. Verdammt.. ich musste das schnell verbinden, bevor es sich entzündete. Gut, dass ich in meiner Hütte noch Verbandszeug hatte, das ich für alle Fälle in einem Astloch versteckte.
Mein Blick viel wieder auf den Tiger, der mir einen verärgerten Blick zuwarf, doch ich warf ihn genauso verärgert zurück und fing wieder an, meine Wunde zu lecken. War mir doch eigentlich egal, was der von mir hielt, ich kannte ja noch nicht mal seinen Namen. Nicht, dass es mich interessiert hätte..
Ein fragender Blick des Tigers riss mich aus den Gedanken und ich blinzelte kurz verwirrt. Doch dann fiel mein Blick auf die beiden kleinen Kleiderhaufen und ich verstand. Sich hier zu verwandeln, das konnte peinlich werden für uns beide. Also rollte ich mit den Augen, lief zu einem Kleiderhaufen und hob mein Zeug auf, wobei ich darauf achtete, die Halskette auch mitzunehmen und lief damit Richtung Wald, ohne den Tiger noch eines Blickes zu würdigen. Mir war egal was er machte, doch ich würde jetzt zu meiner Hütte gehen, mich verwandeln und dann meine Wunde versorgen. Und wenn er mir folgen würde.. sollte er das lieber bleiben lassen. Ich hatte es nicht gerne, wenn ungeladene Gäste zu mir zu Besuch kamen.

tbc: Taras Hütte

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BeitragThema: Re: der See   Mi 22 Okt 2014 - 20:33

Jake

Als die Leopardin ihn genauso verärgert ansah wie er sie, seufzte er nur unhörbar und beobachtete, wie sie wieder ihre Wunde leckte. War sie etwa schlimmer als er gedacht hatte?
Er sah genauer hin, sah aber nur teilweise - da ja der Kopf im Weg war - einen Schnitt. Ob dieser tief war oder nicht, konnte er durch das Fell aber nicht sagen.
Wenn sie sich zurückverwandelt hatten, würde man das aber sicherlich sehen können und so konnte er es kaum erwarten, bis er dazu kam. Blöd nur, dass er nicht wusste, wie er das tun sollte.
Sie sah ihn im ersten Moment verwirrt an, dann verdrehte sie ihre Augen, holte ihre Kleidung und rannte ohne Weiteres davon. Einen Moment lang starrte Jake ihr hinterher, überlegte, ob er ihr folgen sollte oder nicht, dann schnappte er sich ebenfalls seine Kleidung und rannte der Leopardin hinterher.
Sie rannte schnell, ja, aber ihr Bein behinderte sie und somit hatte er keine Schwierigkeiten, ihr zu folgen. Wohin sie wohl rannte? Er würde es noch herausfinden.

---->Taras Hütte

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